Zubereitung eines BARF-Menüs


Ein BARF-Menü für deinen Hund herzustellen, ist eigentlich ganz einfach.

Es besteht aus rohem Fleisch, Innereien, Knochen, rohem Gemüse & Obst und etwas Öl.

Hin und wieder sollten natürliche Zusätze wie Kräuter, Seealgen, Bierhefe, Eier usw. zugefügt werden.

Die Zutaten müssen frisch & roh sein!

Da du die Zutaten selbst zusammenstellst, weißt du, was dein Hund in den Napf bekommt und kannst so für Abwechslung sorgen bzw auf seine Vorlieben oder auf Unverträglichkeiten bestimmter Zutaten sehr gut eingehen.

Das Fleisch kann faschiert oder in größeren Stücken gefüttert werden.

Faschiertes hat den Vorteil, dass man den Gemüse-Obst-Brei besser darunter mischen kann und es leichter verdaut werden kann.

Größere Stücke haben den Vorteil, dass sie Zähne und Zahnfleisch besser reinigen und der Hund langsamer frisst weil er kauen muss.Bei Hunden die extrem Schlingen empfiehlt es sich, anfangs faschiertes Fleisch zu füttern und die Stücke langsam zu vergrößern.

Obst & Gemüse können ebenfalls roh gefüttert werden, sollten aber reif bzw überreif sein. Gemüse & Obst müssen püriert oder fein gerieben werden um so die pflanzlichen Zellwände zu zerstören, damit die Nährstoffe verwertet werden können.

Achtung: nicht jedes Gemüse oder Obst kann roh gefüttert werden, zB Erdäpfel

Etwas Öl sollte ebenfalls beigemengt werden, damit die pflanzlichen Nährstoffe aufgenommen werden können und der Bedarf an essentiellen Fettsäuren, vor allem Omega-3-Fettsäuren, gedeckt ist. Es sollten tierische Öle wie Lachsöl, Fischöl, Lebertran verwendet werden. Pflanzliche Öle wie Sonnenblumen-, Raps-, Distel-, Weizenkeinöle usw. sind für Hunde nicht geeignet.

Als Kalziumzufuhr entweder rohe Fleischknochen, Knochenmehl, Eierschalenpulver oder Algenkalk dazu geben!

Achtung Verstopfung bei zu viel oder zu großen Knochen! Die tägliche Menge & Fütterung

Bei erwachsenen Hunden 2-4 % des Körpergewichtes – abhängig von Größe, Alter, Temperament, Aktivität, Gesundheitszustand, usw. auf 1-2 Portionen am Tag aufgeteilt.

Bei Welpen bis zu 8% des Körpergewichtes auf 3-4 Portionen täglich aufgeteilt.

Die tägliche Menge sollte bestehen aus:

80% tierischen Komponenten: Fleisch, Fleischknochen, Innereien

20% pflanzliche Komponenten: Gemüse & Obst, evt. Getreide

1TL-1El Öl je nach Größe des Hundes.

Nach meiner Erfahrung, eignen sich Edelstahlfutternäpfe am Besten. Sie sind hygienisch und können im Geschirrspüler oder mit heißem Wasser leicht gereinigt werden.

Es gibt allerdings Hunde die darauf allergisch reagieren, für sie eignen sich Keramikschüsseln.

Bei den meisten BARF-Lieferanten bekommt man das Fleisch tiefgefroren. Bei Zimmertemperatur langsam auftauen lassen. Taut man größere Mengen auf, empfiehlt es sich, die Reste im Kühlschrank aufzubewahren oder portioniert wieder einzufrieren.

1-2 Stunden vor der Fütterung herausstellen, denn zu kaltes Futter kann Magen-Darm-Probleme verursachen!

Nicht kochen oder anders erhitzen!!! Nicht in der Mikrowelle auftauen oder erwärmen!

Die gewünschte Menge in den Napf geben und diesen direkt vor der Fütterung im, mit heißem Wasser gefüllten, Spülbecken kurz anwärmen bis das Futter lauwarm ist.

Frisches Wasser sollte dein Hund immer zur Verfügung haben!

BARF und Fertigfutter bitte nicht in einer Mahlzeit mischen!

BARF wird schneller verdaut als Fertigfutter. Das Mischen kann zu Verdauungsstörungen wie zb Blähungen, Verstopfungen oder sogar Magendrehungen führen!

Rohfutter wird in ca. 4-6 Stunden,

Gekochtes oder Dosenfutter in ca. 8-10 Stunden und

Trockenfutter in ca. 10 Stunden oder mehr verdaut.

Wenn du trotzdem Fertigfutter und BARF füttern möchtest, ist es ratsam 2 mal täglich zu füttern.ZB eine Portion Fertigfutter morgens, eine Portion BARF abends.

Ein kleiner Überblick über die Zutaten, die du verwenden kannst:

Fleisch, Innereien, Knochen: Rind, Kalb, Huhn, Pute, Ente, Gans, Fisch, Pferd, Ziege, Lamm, Wild, Kaninchen,... Fleisch, Fleischknochen, Herz können täglich gefüttert werden.Innereien, wie Leber, Niere, Lunge, Pansen,... sollten 1-2 mal pro Woche in kleinen Mengen dazugemischt werden. Kein Schwein oder Wildschwein wegen dem, für Hunde tötlichen, Aujeszky-Virus. Obst: Apfel, Birne, Banane, Marille, Pfirsich, Nektarine, Zwetschken, Kirschen, Kiwi, Ananas, Melone, Mango, Erdbeere, Himbeere, Brombeere, Heidelbeere, Ribisel,... Das Obst vorher entkernen! Kerne enthalten die giftige Blausäure und können ausserdem zu Darmverschluß führen! Keine Weintrauben/Rosinen – giftig für Hunde! Gemüse: Karotte, Zucchini, Sellerie, Gurke, Kürbis, Brokkoli, Salat (Chinakohl, grüner Salat, Eisbergsalat,...), Kohlrabi, Fenchel, Pastinaken, Rote Bete, Spinat,... Keine Zwiebel, Tomaten, Auberginen, Avocado,... Erdäpfel können auch hin und wieder gegeben werden, müssen aber immer gekocht sein. Brokkoli und Spinat binden Kalzium und sollten deswegen nicht dauernd oder in großen Mengen an Welpen und Junghunde füttern.

Öle: Lachsöl, Fischöl, Lebertran, Kokosöl, Leinöl, Hanföl,... Öle sollten kaltgepresst, nativ, sein. Keine Pflanzenöle verwenden. Kräuter: Brennessel, Löwenzahn, Schafgarbe, Giersch, Kresse, Basilikum, Majoran, Mistel, Sanddorn, Himbeerblätter,... Manche Kräuter sollen auf Grund ihrer medizinischen Wirkung mit Bedacht und evt. kurweise gefüttert werden. Zusätze: Seealgenmehl (wenn kein Fisch gefüttert wird, Zur Versorgung mit Jod), Lebertran, Eier, Bierhefe, Hagebuttenpulver (Vitamin C), Grünlippmuschel (gut für die Gelenke), Honig, Joghurt, Hüttenkäse, Buttermilch, Ziegenmilch, Topfen, Kokosflocken,...

Getreide: Getreide ist einer der Hauptallergiefaktoren bei vielen Hunden. Der Fleischfresser Hund braucht wenig pflanzliche Kohlenhydrate und die bekommt er ausreichend durch frisches Gemüse! Getreide dient, zumindest in der Futtermittelindustrie, als Füllstoff, der in erster Linie den Magen füllt und billiger ist, als Fleisch!

Getreide sowie Hülsenfrüchte enthalten viele Kohlenhydrate (Stärke), allerdings sind das Mehrfachzucker die schwerer verdaulich sind als die Einfachzucker aus Obst und Gemüse. Grundsätzlich lässt sich zum Getreide sagen, dass es in kleinen Mengen hin und wieder sicherlich nicht schädlich ist.Aber Hunde können ganz gut ohne Getreide leben - sogar besser und gesünder als mit.

Sollte man dennoch hin und wieder Getreide füttern wollen, dann IMMER in aufgeschlossener Form, also gekocht oder vorgequollen.Und NUR zu Obst und Gemüse, niemals zu Fleisch! Vollkornreis, Nudeln, Buchweizen, Hafer, Hirse, Gerste, Amaranth, Quinoa, Roggen, Weizenkleie,...


Foto: hunde-wissen.de

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