Die Umstellung auf BARF


Je früher du deinen Hund auf BARF umstellst, desto besser.


Für gesunde Hunde sollte eine plötzliche Umstellung kein Problem sein und ist eher zu empfehlen, als langsam auf BARF umzustellen und weiterhin Fertigfutter zu füttern.

Eventuell mit mehreren kleineren Portionen beginnen.


Zur Umstellung eignet sich besonders gut helles mageres Fleisch wie Pute, Huhn oder Pferd.

Hat dein Hund noch nie rohe Knochen bekommen, empfiehlt es sich anfangs kleinere weichere Knochen zu geben. zb Kalb, Huhn.


Welpen sollten von Anfang an roh ernährt werden bzw. ebenso gleich auf BARF umgestellt werden.

Sie wachsen langsamer und gleichmäßiger, was vor allem bei großen Rassen sehr wichtig ist. Sie bekommen alle wichtigen Nährstoffe die sie für Wachstum und Entwicklung brauchen in natürlicher und gut verwertbarer Form, nämlich aus tierischen Nährstoffen.


Hat dein Hund schon jahrelang Fertigfutter bekommen, muß sein Magen erst "lernen" die neue Kost zu verdauen, dh. die richtige Menge an passenden Enzymen und Magensäure herzustellen.

Fertigfutter enthält meistens Konservierungs-, Geschmacks-, Geruchs- und Farbstoffe und minderwertige Zutaten. Diese können nicht zur Gänze verdaut werden und lagern sich in den Darmzotten und im Gewebe ab.

Wird der Hund nun auf BARF umgestellt, werden diese Zotten durch die natürliche Nahrung gereinigt und der Körper entgiftet/entschlackt. Dies kann vorübergehend zu Durchfall, Verstopfung, Schleim im Kot, Erbrechen, Juckreiz, üblen Geruch oder vermehrter Bildung von Ohrenschmalz führen.

Lass dich davon nicht entmutigen, auch wenn es schlimm aussieht oder langwierig ist - Dein Hund wird es dir danken!

Mit natürlichen Zusätzen kannst du die Entgiftung unterstützen. Es empfiehlt sich auch über ein paar Wochen eine natürliche Darmsanierung zu machen.


Auf Grund der Geschmacks- und Lockstoffe im Fertigfutter kann es sein, dass dein Hund BARF anfangs verweigert. Frisches Fleisch riecht nicht so stark und auch die Konsistenz ist anders.

Aber da müsst ihr durch! Auch wenn er vielleicht 1-2 Tage nichts oder nur wenig frisst.

Die Futterschüssel hinstellen, 10 Minuten stehen lassen und wieder wegnehmen. Ein paar Stunden später wieder geben. Eventuell etwas Fleischbrühe dazu mischen (nicht gewürzt!).


Bei Hunden mit Allergie oder chronisch kranken Hunden kann durch die Umstellung auf BARF oft eine wesentliche Besserung des Allgemeinzustandes auftreten.

Man kann besser auf die Bedürfnisse kranker Hunde eingehen, da man das Futter selber zusammen stellt und somit sicher sein, dass er nur das bekommt, was er verträgt. Hier sollte ein spezieller Ernährungs- und Umstellungsplan erstellt werden.


Oft werden Allergien durch Fertigfutter verursacht.

Ein Allergiker der zb laut Allergietest auf Rindfleisch allergisch ist, könnte durchaus nur auf "Rind" im Fertigfutter allergisch sein, richtiges natürliches Rindfleisch aber gut vertragen.

Viele Hunde sind auf Getreide allergisch, welches in fast allen Fertigfutterprodukten vorkommt.

Viele Hunde sind auf Futtermilben allergisch die praktisch in jedem Trockenfutter vorkommen, dieses Problem hast du beim Barfen nicht mehr!


Nicht jede einzelne Mahlzeit muss alles enthalten was ein Hund braucht um ausgewogen ernährt zu werden. Der Wolf in freier Natur oder wir selber nehmen auch nicht mit jeder Mahlzeit alle wichtigen Vitamine, Mineralstoffe, etc. auf.

Die Ausgewogenheit sollte über einen Zeitraum von 3-4 Wochen stattfinden und wird am besten gewährleistet in dem man abwechslungsreich füttert, dh verschiedene Fleisch- Gemüse- und Obstsorten, verschiedene Öle und hin und wieder natürliche Zusätze wie zb Kräuter, Algen, Honig, Eidotter, Hüttenkäse, Hagebuttenpulver, usw.


Gerade für Katzen die reine Carnivoren (Fleischfresser) sind, ist barfen sehr gesund. Trockenfutter ist gar nicht zu empfehlen. Katzen nehmen Flüssigkeit hauptsächlich über ihre Nahrung auf und trinken weniger Wasser als zb Hunde. Wenn sie Trockenfutter bekommen, trinken sie deswegen nicht unbedingt mehr. Katzen leiden oft an Nierenerkrankungen da sie eben zu wenig Flüssigkeit über die Nahrung aufnehmen.

Auch das Getreide im Fertigfutter ist Auslöser vieler Krankheiten bei Katzen.

Es ist etwas schwieriger Katzen auf BARF um zu stellen. Vor allem wenn sie Fertigfutter gewohnt sind, weil rohes Fleisch nicht so intensiv riecht. Hier ist Geduld und Einfallsreichtum gefragt.

Katzen sollten nicht länger als 1 Tag fasten, da Nierenversagen durch die fehlende Flüssigkeitszufuhr droht.


Generell gilt: Beobachte deinen Hund/deine Katze! Was bekommt ihm/ihr? Was verträgt er/sie nicht so gut? Was schmeckt ihm/ihr? Schlingt er/sie oder kaut er/sie ordentlich?

So kannst du nach einigen Wochen feststellen wie die BARF-Menüs zusammen gestellt werden sollten.


Sollte dein Hund wirklich Probleme bei der Umstellung haben die länger andauern, solltest du auf jeden Fall einen Tierarzt aufsuchen, der sich mit der Rohernährung auskennt und diese befürwortet!


Jeder Hund ist anders, daher müssen die Tipps die ich hier gebe auch nicht auf alle Hunde gleich zu treffen! Du kennst deinen Hund am besten und weißt was gut für ihn ist - beobachte ihn!

Möchtest du mehr zumThema "BARF" erfahren oder dich allgemein über Ernährung und Hundefutter informieren, kannst du gerne ein extra Beratungsgespräch buchen.

Foto: internet

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